Freitagskolumne vom 13. FEBRUAR 2026 von Jörg Hoffmann

Winter-Gastspiel am Wochenende
Auf und ab zwischen milder und kalter Luft
Nächste Woche weiter Tiefdruckeinfluss mit reichlich Niederschlägen
Freitag, 13.02.2026: Die Großwetterlage stellt sich in den nächsten Tagen gleich mehrfach um, auf die sehr milde Phase in dieser Woche folgt am Wochenende ein kurzes Temperatursturz ehe in der nächsten Woche wieder ein Temperatursprung zu erwarten ist – ein ständiges Gerangel zwischen milder Atlantikluft und Polarluft aus dem hohen Norden. In diesen Tagen bestehen über Europa enorme Temperaturgegensätze von bis zu 50 Grad zwischen Nord- und Südeuropa, denn während es in Andalusien schon sommerliche 27 Grad warm war, herrschten in Nordfinnland sogar tagsüber eisige minus 22 Grad.
Derzeit haben wir es mit einer von den Britischen Inseln bis nach Nordpolen reichender Tiefdruckrinne zu tun, die uns am Mittwoch und gestern kräftigen Regen gebracht hat. Am Wochenende setzt sich die Luftmassengrenze südwärts in Bewegung und beschert uns einen Kaltlufteinbruch.
Die einfließende Polarluft kommt am Sonntag unter Zwischeneinfluss kurzzeitig zur Ruhe, bevor ab Rosenmontag mit den nächsten Tiefs vom Atlantik wieder Milderung einsetzt.
Der Februar zeigt sich in der nächsten Woche unter anhaltendem Tiefdruckeinfluss unbeständig und sehr nass. Zunächst sorgt die atlantische Frontalzone für milde Luft und zunehmend kristallisiert sich eine Nordwestlage heraus, die den Alpen erheblichen Neuschneezuwachs bescheren werden.
Richtung dritter Februardekade deutet sich zudem der Aufbau eines Blockadehochs auf dem Atlantik zwischen den Azoren und Island an, was dem Spätwinter gute Chancen einräumen wird, denn mit einer Nordlage wäre der Weg frei für arktische Kaltluft, die mit einem Höhentrog über Mitteleuropa Schneefälle auslösen könnte.
Während heute das alte Tief ULRIKE nach Polen abzieht, verlagert sich von der Bretagne Tief VIVIANE über Frankreich zu den Westalpen. So ist es heute stark bewölkt mit schauerartigen Regen, später wird es vorübergehend trocken und es wird nochmals mild bei Temperaturen um 7 Grad. Bis zum Abend setzt sich die Tiefdruckrinne langsam bis zur Linie Saar-Main-Erzgebirge in Bewegung, wobei dann auf der Rückseite der Weg frei wird für die über Norden lauernde Polarluft. An der Nordflanke des zu den Westalpen gezogenen Tiefs setzen wieder Niederschläge ein, die in der Nacht auf Samstag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt von Regen in Schnee übergehen.
Tagsüber ist es morgen dicht bewölkt und es gibt zunächst noch leichten Schneefall, der im Tagesverlauf nachlässt. Die Höchstwerte liegen zwischen 0 und 2 Grad.
Bis Sonntag folgt Zwischenhoch FELIX nach und sorgt für eine kurze Wetterberuhigung. Nach frostiger Nacht um minus 4 Grad ist es am Sonntag anfangs teils heiter, teils wolkig und trocken. Gleichzeitig geraten wir aber rasch wieder auf die Vorderseite des nächsten Tiefs bei Schottland und die Bewölkung nimmt zu, wobei gegen Abend Schneefall einsetzt. Mit Temperaturen von minus 1 bis plus 1 Grad ist es kalt. In der Nacht und am Morgen des Rosenmontags gibt es weiteren Schneefall, der mit leichter Milderung später in Schneeregen und Regen übergeht, wodurch Tauwetter herrscht. Mit Temperaturen um 3 Grad ist es dennoch nass-kalt.
Am Dienstag folgt der Höhentrog mit Schauern nach und die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 5 Grad.
Ein ausgedehnter Tiefdruckkomplex, der vom Nordatlantik bis nach Skandinavien reicht, bestimmt auch an den Folgetagen unser Wetter, denn an seiner Südflanke ziehen in rascher Folge Randtröge und Tiefausläufer über Mitteleuropa südostwärts hinweg. Am Mittwoch und Donnerstag ist es bedeckt mit teils lang anhaltenden Regenfällen, es wird sehr windig bis stürmisch und sehr mild mit 7 bis 10 Grad.
Gegen Ende der Woche gelangen wir wieder auf die Rückseite der Tiefs und es wird wieder kälter bei Niederschlägen, die teils als Regen, teils als Schnee fallen.
Die weitere Entwicklung bis Ende des Monats verspricht Spannung pur, denn es ist gut möglich, dass wir aufgrund einer Hochdruckblockade auf dem Atlantik in eine spätwinterliche Nordlage mit reichlich Schnee geraten. Zumindest den Alpen und den Mittelgebirgen stehen wohl die schneereichsten Zeiten des Winters bevor.
Fotos: Jörg Hoffmann

Das Wetter passt sich den tollen Tagen an, denn es geht auch weiterhin turbulent mit einem ständigen Wechsel von milder und kalter Luft weiter. Nach den milden Regentagen folgt ein Wintereinbruch mit Schnee, ehe zum Rosenmontag wieder der nächste milde Schub mit Regen bevorsteht. Der Spätwinter kann bis zum Ende des Monats noch ordentlich für Stimmung sorgen.