Samstagskolumne vom 09. Mai 2026 von Jörg Hoffmann

Auf Wärme-Gastspiel folgen am Sonntag Gewitter
Eisheiligen, ein markanter Kaltluftrückfall und Mairegen
Tiefdrucklage sorgt nächste Woche für häufige Regenfälle
Samstag, 09.05.2026: Die Wetterumstellung nach der frühsommerlichen Wärme zum Mai-Start, der am letzten Samstag mit 27 Grad den ersten Sommertag der Saison in Eiweiler beschert hatte, brachte im Saarland nur wenig Regen und damit nicht die erhoffte Linderung der Trockenheit.
Die Tiefdruckrinne der beiden Tief-Damen ANNE und BABETTE über Mitteleuropa sorgte für eine sehr ungerechte Verteilung der Niederschläge mit regional großen Unterschieden. Während weite Teile Deutschlands flächendeckenden Landregen bekamen, traten in manchen Gebieten, wie im Saarland, nur schwache Schauer auf. Schwerpunkt der Niederschläge waren Gebiete vom Niederrhein quer über die Mitte Deutschlands, über Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt bis Sachsen mit Regenmengen von 20 bis 50 mm, Spitzenreiter war Jena mit 81 mm. Demgegenüber stand ein Streifen vom Saarland bis ins Rhein-Main-Gebiet sowie Teile Baden-Württembergs und Bayerns mit nur einigen Litern Regen. So fielen in Eiweiler nur 7,4 mm Regen, was angesichts eines markanten Defizits im März und April nur der Tropfen auf den heißen Stein war.
Doch in der nächsten Woche ist auch bei uns reichlich Regen in Sicht, so dass die Trockenheit zu Ende gehen wird. Zunächst bringt Zwischenhoch XERI einen kurzes Wärme-Gastpiel, ehe am Sonntag Schauer und Gewitter einen markanten Wettersturz einleiten, der in einen Kaltlufteinbruch in der nächsten Woche mündet. Trogvorstöße aus Nordwesten mit feucht-kühler Polarluft bestimmen in der kommenden Woche unser Wetter und sorgen in weiten Teilen West- und Mitteleuropas für unterkühlte und sehr wechselhafte Witterung. Der Mai stürzt regelrecht ab, vom Wonnemonat keine Spur und er scheint uns nun die Quittung für die langen Hochdruckphasen im März und April zu präsentieren. Die Eisheiligen landen damit diesmal eine Puntladung.
Die eingflossene Polarluft kann sich unter Einfluss von Hoch XERI, das sich von Finnland heute bereit nach Nordwestrussland verlagert, wieder erwärmen. Gleichzeitig geraten wir auf die Vorderseite der Tiefdruckzone vor den Toren Westeuropas. So erwartet uns heute ein heiterer Maientag mit lockeren Quellwolken bei Höchstwerten von mäßig warmen 20 bis 23 Grad.
Am Sonntag wandert ein Höhentief von Portugal zur Biskaya und gleichzeitig nähert sich von der Nordsee ein ausgeprägter Höhentrog. Eine Tiefdruckrinne greift allmählich von Frankreich mit labiler, feucht-warmer Luft über. Es ist teils heiter, teils wolkig und ab dem Nachmittag muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden, die sich abends intensivieren. Die Temperaturen liegen um 22 Grad.
In der Nacht zu Montag kommt es innerhalb der sich vestärkenden Tiefdruckrinne zu kräftigen, anhaltenden Regenfällen. Die Kaltfront von Tief CAROLA schwenkt am Montag mit weiteren Regenfällen und starken Windböen über Deutschland hinweg und erreicht bis zum Abend die Alpen. Dabei wird es deutlich kühler bei Temperaturen um 12 Grad.
Rückseitig des nach Polen abziehenden Tiefs kann sich am Dienstag ein Zwischenhochkeil aus Westen bemerkbar machen. Nächtlichs Aufklaren lässt die Tiefstwerte in der Frühe auf 4 bis 0 Grad sinken, es besteht Bodenfrostgefahr. Tagsüber ist es wolkig mit Aufheiterungen und trocken bei 12 bis 14 Grad.
Zur Wochenmitte deutet sich ein neuer Trogvorstoß an, am Mittwoch ist es wolkig bis stark bewölkt mit schauerartigem Regen, die Höchstwerte liegen um 14 Grad.
Ein umfangreicher Höhentrog stößt bis in den Mittelmeerraum vor und sorgt bis zum Wochenende für sehr unbeständige Witterung. Am Feiertag am Donnerstag ist es wechselnd bewölkt mit häufigen Schauern, teils mit Blitz und Donner.
Der Freitag bringt viele Wolken und zeitweise Regen. Mit Temperaturen von 11 bis 14 Grad ist es recht kühl.
Am Wochenende könnte sich ein Italien-Tief bilden und nordwärts ziehen, so dass es bei starker Bewölkung mit nur wenigen Auflockerumgen weiterhin Schauer oder zeitweilige Regenfälle geben soll. Die Temperaturen verharren zwischen 13 und 16 Grad.
Der Mairegen beschert uns nach zwei trockenen Monaten endlich Segen für die Natur. Die Vorzüge einer feuchten Witterung im Wachstumsmonat Mai beschereibt eine allseits bekannte Bauernregel treffend: „Mai kühl und nass, füllt den Bauern Scheune und Fass“.
Fotos: Jörg Hoffmann

Bis Sonntag zeigt sich der Mai noch von seiner sonnigen Seite, dann leiten Schauer und Gewitter eine markante Wetteränderung ein. Ein Höhentrog legt sich über weite Teile West- und Mitteleuropas und lenkt mit einer Nordwestströmung feuchte Polarluft heran – die Eisheiligen lassen grüßen. Es wird in der nächsten Zeit wechselhaft mit Schauern, zeitweise fällt auch der dringend nötige Landregen.