Samstagskolumne vom 18. Juli 2026 von Jörg Hoffmann


Erfrischendes und gemäßigtes Sommerwetter

Endlich Durchatmen nach der wochenlangen extremen Hitze

Gewitter brachten nur wenig Regen – Trockenheit hält an

Samstag, 18.07.2026: Die seit Mitte Juni mit nur einer kurzen Unterbrechnung zu Julianfang anhaltende Phase mit hochsommerlicher und heißer Witterung ist gestern mit finalen Gewittern zu Ende gegangen. Bereits im Wochenverlauf sorgte ein Höhentief für lokale Gewitter und Unwetter in vielen Teilen Deutschlands. Besonders betroffen war im Saarland am Donnerstagabend der Saarbrücker Stadteil Güdingen, der von einem schlimmen Unwetter mit Orkanböen heimgesucht wurde, welches zahlreiche Bäume entwurzelt hat.

Gestern sorgte dann Tief Cerry für weitere Gewitter, die aber in Eiweiler mit nur 7 mm eine geringe Regensumme gebracht hat. Es war damit der erste Regen im Juli seit 29. Juni. Angesichts der wochenlange Hitze und Dürre ist dies aber nur der Tropfen auf den heißen Stein und bedeutet kein Ende der Trockenheit, höchstens eine kurze Entspannung.

Nun kommt es zu einer nachhaltigen Umstellung der hochsommerlichen Großwetterlage, denn der markante Luftmassenwechsel erfolgt staffelartig, die heiße Luft wird verdrängt und maritime Luftmassen polaren Ursprungs gelangen vom Nordmeer und die Nordsee nach Mitteleuropa.

Zwischen einem umfangreichen Hoch über dem Ostatlantik und tiefem Luftdruck über Skandinavien stellt sich eine nördliche Strömung ein. Somit heißt es endlich wieder Durchatmen und Durchlüften, nachdem in den letzten vier Wochen 10 Tropennächte den Schlaf beeinträchtigt hatte.

Bei dieser Großwetterlage bleibt der Atlantik auch weiterhin blockiert, die gestörte Zirkulation setzt sich fort. Westwetterlagen mit dringend benötigten Landregen bleiben weiter aus und dieses eingefahrene Wettermuster hält nun schon seit März an, als sich immer wieder Blockade-Hochs über dem Atlantik oder über Mitteleuropa bilden konnten.

Das Ende der extremen Dauerhitze stellt somit eine Zäsur dar, der Hochsommer muss nun ein Pause einlegen, dennoch präsentiert uns der Juli angenehmes und gemäßigtes Sommerwetter in den kommenden Tagen. Regen bleibt zum Leidwesen der Natur in nächster Zeit aufgrund der Nähe zum Atlantikhoch zunächst einmal Mangelware.

Heute ist es sonnig bis leicht bewölkt und trocken unter Einfluss eines Keils von Hoch MORITZ mit seinem Kern westlich vor Irland. Die Höchstwerte erreichen nochmals 26 bis 28 Grad.

Morgen zieht ein neuer Randtrog über Deutschland, der dem Norden und Osten Schauer bringt, bei uns bleibt es freundlich bei einer Mischung aus Sonne und Quellwolken. Die Temperaturen gehen auf 22 bis 24 Grad etwas zurück bei einem böigen Westwind.

Am Montag und Dienstag liegen wir weiter am Ostrand des Hochs MORITZ in einer nördlichen Strömung. Dabei ist teils heiter, teils wolkig und trocken bei angenehmer Sommerwärme 23 bis 25 Grad.

Am Mittwoch zieht ein Tiefausläufer von Nordwesten nach Deutschland und nach freundlichem Beginn gibt es später viele Wolken und Schauer bei Temperaturen um 20 Grad.

Der Donnerstag bringt zunächst noch dichte Bewölkung und etwas Regen, im Tagesverlauf zeigen sich Aufheiterungen bei Temperaturen um 22 Grad.

Am Freitag und am Wochenende wird es wieder wärmer, es wird leicht wechselhaft bei einer Mischung aus sonnigen Phasen und Quellwolken muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Die Höchstwerte klettern auf 25 bis 28 Grad.

Fotos: Jörg Hoffmann

Die große Hitzewellen der letzten Wochen sind nun Geschichte, jetzt stellt sich deutlich angenehmeres Sommerwetter ein, aber die Trockenheit geht unverändert weiter, denn die Regenmenge der Gewitter von Freitag brachten in Eiweiler nur eine magere Summe von 7 mm Regen. Dies ist bisher auch der einzige Niederschlag im Juli.