Freitagskolumne vom 28. NOVEMBER 2025 von Jörg Hoffmann

Milderung zum Monatswechsel
Westlage mit milder Luft und Regen zum Start in die Adventszeit
Auflebender Atlantik sorgt für Umstellung der Großwetterlage
Freitag, 28.11.2025: Der November hat uns in der dritten Dekade einer der markantesten Kaltlufteinbrüche im Herbst der letzten Jahre beschert. Immerhin erlebten wir im Bereich des Hochs ZULEIKA am letzten Sonntag mit -8,2 Grad die kälteste Novembernacht in Eiweiler seit 27 Jahren. Damals wurde 1998 am 23. November mit -11,5 Grad sogar der bisherige November-Rekord der Messreihe registriert und der Frühwinter zeigte sich im November überaus schneereich, was aber kein gutes Omen für den damaligen Winter war. „Sperrt der Winter zu früh das Haus, hält er sicher nicht lange aus“, so beschwört eine alte Wetterregel die Tatsache, dass auf eine frühe winterliche Periode mit Schnee und Dauerfrost im November gerne ein eher milder Winter folgt.
Bis zum Wochenende geht die kalte Witterung allmählich zu Ende, denn die Großwetterlage stellt sich zum Monatswechsel auf Südwest um und Tiefausläufer führen schubweise mildere Atlantikluft heran. Zunächst wirkt hoher Luftdruck über Russland noch etwas dämpfend auf die ankommenden Tiefs, die sich eher in abgeschwächter Form bei uns bemerkbar machen. Erst in der zweiten Wochenhälfte, vor allem Richtung Nikolaus, deutet sich jedoch ein starker Jetstream vom Atlantik an, der aus West bis Nordwest auf Mitteleuropa übergreifen soll, wobei das Potential für Sturmtiefentwicklungen ansteigen kann,
Nach dem Abzug von Hoch ALRUN Richtung Osteuropa greift heute langsam die Kaltfront des von Schottland ins Nordmeer ziehenden Tiefs YONATAN über. So ist bedeckt und vor allem ab den Mittagsstunden fällt zeitweise Regen bei Höchstwerten um 6 Grad.
Morgen ist es stark bewölkt, vereinzelt gibt es im Tagesverlauf einige Auflockerungen. Die Temperaturen steigen etwas an auf 7 bis 9 Grad.
Am Sonntag wandert das kleine Tief ZENOBIO von England zur Nordsee und bei dichter Bewölkung fällt leichter Regen bei Höchstwerten um 7 Grad. So geht der November standesgemäß trüb und grau zu Ende.
Unter Zwischenhocheinfluss zeigt sich der Start in den Dezember am Montag meist grau durch hochnebelartige Bewölkung und trocken bei Temperaturen um 5 Grad.
Der nächste Tiefausläufer zieht am Dienstag heran und bringt zeitweise Regen. Aus Südwesten strömt mildere Luft heran, die Temperaturen steigen bis 8 Grad.
Insgesamt geraten wir an den ersten Dezembertagen zunehmend auf die Vorderseite eines kräftigen Tiefdruckkomplexes über dem Atlantik. Nach kurzer Wetterberuhigung am Mittwoch mit trübem Himmel mit viel Hochnebel greift ab Donnerstag und Freitag die atlantische Frontalzone mit Randtiefentwicklungen auf Deutschland über. So wird es wechselhaft mit Regenfällen und windiger, teils auch stürmisch in milder Luft von 7 bis 10 Grad. Der Frühwinter hat bei dieser Großwetterlage in der ersten Dezemberdekade zunächst keine Chance. Erst nach dem zweiten Advent deuten einige Modelle wieder eine Abkühlung an.
Fotos: Jörg Hoffmann

Nach der kälteren Witterungsperiode in der dritten Novemberdekade setzt sich nun zum Monatswechsel wieder eine Milderung durch, da wir auf die Vorderseite von atlantischen Tiefs geraten. Zunächst sind die Tiefs nur schwach ausgeprägt, im Verlauf der kommenden Woche besteht aber das Potential für mögliche Sturmtiefentwicklungen und es wird turbulenter als zuletzt.