Sonntagskolumne vom 08. März 2026 von Jörg Hoffmann



Fulminanter März-Frühling mit Sonne und Wärme satt


Hochdruck-Bollwerk scheint langsam zu bröckeln

Nächste Woche etwas wechselhafter und Schauer möglich

Sonntag, 08.03.2026: Eine umfangreiche Hochdruckzone über Mittel- und Osteuropa hat uns in der ersten Märzwoche sonniges und ungewöhnlich mildes Frühlingswetter mit Temperaturen um 17 Grad beschert. Dabei passen die Temperaturen natürlich nicht zur Jahreszeit, sondern gehören zur Wetterlage, mit der aus südlichen Gefilden seit Ende Februar forlaufend subtropische Luftmassen zu uns geführt werden. So ist es seit mehr als einer Woche rund 10 Grad wärmer als zur Jahreszeit üblich.

Die Kombination aus hohen Schleierwolken und Saharastaub trübt seit Freitag den ungestörten Sonnenschein etwas ein und ließ den Himmel milchig-weiß erscheinen.

Das satbile Hochdruckwetter beginnt in der nächste Woche langsam etwas zu bröckeln, der hohe Lufdruck wird nach und nach abgebaut und verschiebt sich nach Osten, wodurch sich ganz allmählich Störungen mit feuchterer Luft aus Westen anschleichen können. Daher sind in der nächsten Woche Schauer möglich und gegen Ende der Woche könnte der Tiefdruckeinfluss dann stärker werden.

Zunächst sorgt jedoch die stabile Hochdruckzone mit den Hochs KONRAD über Mitteleuropa und JANIS über Südosteuropa für sonniges Frühlingswetter.

So ist es heute sonnig bis leicht leicht bewölkt und trocken bei Höchstwerten von 16 bis 18 Grad.

Der Montag beginnt heiter, später wird es wolkiger und gegen Abend sind erste Schauer möglich. Die Temperaturen liegen um 16 Grad.

Am Dienstag sickert aus Südwesten feucht-milde Luft ein, zunächt ist es freundlich und im Tagesverlauf werden die Quellwolken dichter und einzelne Schauer können sich bei Temperaturen um 15 Grad entladen.

Am Mittwoch greift langsam eine schwache Kaltfront eines Islandtiefs über, bei wechslender Bewölkung gibt es Schauer, abends ist zeitweise Regen möglich. Dre Wind frischt böig auf und die Temperaturen gehen auf 12 bis 14 Grad zurück.

Nach Abzug des Tiefausläufers kann sich am Freitag und Samstag der Hochdruckeinfluss wieder regenerieren. So ist es teils heiter, teils bewölkt und es bleibt weiter mild bei 14 bis 17 Grad.

Das Wochenende könnte einen Wetterumschwung bringen, wenn es die atlantsiche Frontalzoen es schafft, das Hochdruck-Bollwerk nach Osten abzudrängen. Am Samstag und Sonntag wird es wechslhafter, bei dichter Bewölkung ziehen schauerartige Regenfälle durch und aus Westen strömt deutlich kühlere Meeresluft ein, so dass die Temperaturen Sun jahreszeitliche Werte zwischen 7 und 10 Grad zurückgehen.

Die Erfahrung lehrt, dass allzu frühe Wärme im Februar und März immer trügerisch ist, denn gerade auf ungewöhnliche Wärmephasen folgen gerne noch Kaltluftrückfälle im weiteren Frühjahr. Mit anderen Worten, je länger und intensiver eine sehr milde Witterung im März anhält, umso wahrscheinlicher werden wiederholte Kaltlufteinbrüche und launische Wetterlagen bis in den Mai hinein. Gerade in den letzten Jahren, wie zum Beispiel 2021 bis 2023, erlebten wir nach einem sehr milden März einen unterkühlten April. Wenn die Vegetation durch die warme Witterung schon weit fortgeschritten ist, können Spätfröste noch große Schäden anrichten. Denn bis in den Mai hinein ist bei entsprechender Wetterlage die Frostgefahr erfahrungsgemäß noch nicht gebannt.

Auch wenn es derzeit so scheint, als wäre der Frühling nachhaltig ausgebrochen und es würde nur noch aufwärtsgehen, sollte man dennoch jederzeit auf Rückschläge gefasst sein. Denn der Weg in die Übergangsjahreszeit Frühling ist selten geradelinig, sondern meistens ziemlich holprig.

Fotos: Jörg Hoffmann

Der März verwöhnt uns in diesen Tagen mit farbenprächtigen Sonnenuntergängen, auch weil viel Saharastaub in der Atmosphäre ist. Das ungetrübte Sonnenscheinwetter neigt sich in der nächsten Woche allmählich dem Ende zu, denn feuchte Luft sorgt für Quellwolken und Schauer.